ABNEHMEN MIT DER BULLETPROOF DIÄT

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Wenig Kohlenhydrate, stattdessen Eiweiß, viel Gemüse und Obst (am liebsten mit hohem Vitamin-C-Gehalt), Vollkornprodukte, Kerne und Sprossen sowie einmal täglich mageres Fleisch oder Fisch – das sind die Grundlagen, mit denen gängige Ernährungskonzepte, etwa die Low Carb-Diät, üblicherweise jonglieren.




Kalorienarme Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte also, die dem Organismus umgehend Energie zur Verfügung stellen, ohne ihn zu belasten. Das sind Ernährungsweisen, die sich ohne Frage bewähren, zumal sie den Blutzuckerspiegel in Balance halten, vor Heißhungerattacken schützen und für mehr Vitalität sorgen. Allerdings: Kaffee ist üblicherweise nur in Maßen erlaubt und sollte durch ungesüßten Tee oder Wasser ersetzt werden; Fett ist nur aus pflanzlichen Quellen, tropfenweise und ausschließlich als essentielle, ungesättigte Fettsäuren vorgesehen.

ABNEHMEN: DIE IDEE DER BULLETPROOF-DIÄT





Während man bei Low Carb-Diäten mehrmals am Tag zu Rohkost, Beeren, Kernen oder Nüssen greifen darf, schreiben andere Konzepte strikte Essenszeiten oder gar ein intermediales Fasten vor. So auch ein aus den USA bekanntes Konzept, dass aufgrund seiner Grundidee vor allem bei Fitness-Fans und Bodybuildern beliebt ist: die Bulletproof-Diät. Klingt nach echten Kerlen und soll dem Erfinder zufolge eine „kugelsichere“ Methode zur Gewichtsabnahme sein. Die Basics: Kaffee, Fett und jede Menge Fleisch. Neugierig geworden?

DIE GRUNDLAGEN

Für die einen ist es die Erfolgs-Story aus dem Silicon Valley, für die anderen schlicht und ergreifend eine weitere Variante der Keto-Diät: IT-Millionär und „Bulletproof“-Erfinder Dave Asprey selbst verlor dank eines strikten Diät-Planes, der Kohlenhydrate konsequent durch fett- und eiweißhaltige Lebensmittel ersetzte, mehr als 50 Kilogramm Körpergewicht – dieser Erfolg sollte auch andere motivieren. Auf Basis der eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse entwickelte er folglich das Konzept der Bulletproof-Diät.




Die Idee: Ähnlich wie bei der ketogenen Ernährung, soll eine konsequente Umstellung der Nahrungsschwerpunkte den natürlichen Effekt der Ketose auslösen, also den Stoffwechsel sozusagen umprogrammieren und dazu bringen, Fett als Energiequelle zu erkennen und nicht an Bauch, Beinen und Po zu speichern, sondern zu spalten und 1:1 zu verwerten. Aspreys zusätzliche Erfindung (und Kern der Diät): der sogenannte Bulletproof-Kaffee, der nach dem Vorbild des typisch tibetanischen Butter-Tees schwarzen Kaffee mit Butter und Kokosöl „veredelt“ (auf 200 Milliliter Kaffee folgt je ein Esslöffel Butter und Kokosöl). Die im Kokosöl hochkonzentriert enthaltenen MCT-Fette (mittelkettige Triglyceride) sollen leichter verdaulich sein als andere Fette, den Energieverbrauch deutlich erhöhen und den Körper effektiv beim Abschmelzen seiner Fettdepots unterstützen.

BULLETPROOF-DIÄT: DAS SIND DIE WICHTIGSTEN GRUNDREGELN





Die Ernährung soll zu fünfzig bis achzig Prozent aus Fett, zu zehn bis dreißig Prozent aus Eiweiß und zu etwa fünf bis dreißig Prozent aus den Kohlenhydraten von Gemüse und Salat bestehen. Fleisch, Meerestiere und Fisch sollen eine hohen Eiweiß- und Fettgehalt aufweisen, stets frisch und mit wenig Hitzezufuhr zubereitet werden und von geprüfter Qualität sein. Grundsätzlich empfiehlt Asprey marktfrische Bio-Produkte. Zucker, Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und süßes Obst sind verboten, ebenso wie Snacks oder Zwischenmahlzeiten. Rohmilch ist in Maßen erlaubt, etwa eine Einheit saures Obst pro Tag ebenfalls.

Essentiell: Das Frühstück wird von einem Becher frisch aufgebrühten Bulletproof-Kaffee ersetzt, die erste Mahlzeit sollte nicht vor 14 Uhr eingenommen werden. Überhaupt sollte am besten jeder, der sich das zutraut, die Bulletproof-Ernährung als Intervallfasten praktizieren. Je konsquenter man durchhält, desto mehr Ketose findet statt und umso schneller schmelzen die Pfunde, heißt es im gleichnamigen Bestseller.

FAZIT: IST DIE BULLETPROOF-DIÄT SINNVOLL ZUM ABNEHMEN?

Diät-Konzepte gibt es wie Sand am Meer, die meisten von ihnen ähneln sich in ihren Grundzügen. Ob Low Carb, intermediales Fasten oder Keto-Diät – welche Variante für einen selbst die richtige ist, hängt von den individuellen Vorlieben und Diät-Zielen ab und kann nur von jedem selbst entschieden werden.




Einseitige, um wichtige Nährstoffgruppen reduzierte Ernährungsweisen bedeuten allerdings eine gesundheitliche Belastung und können die Risiken von Mangelerscheinungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen. Ob also eine auf Fleisch und Fett basierende Ernährungsweise überhaupt Sinn macht und für welche Dauer sie durchgeführt werden darf, sollte im Vorfeld mit einem Arzt und/oder Ernährungsexperten abgeklärt werden. Zudem empfehlen sich regelmäßige Gesundheits-Checks.